Dachbodenausbau

Das sollten Sie beachten

Die Familie wächst, Platz für ein Homeoffice muss her, ein eigener Hobby- bzw. Partyraum soll geschaffen werden oder sogar eine zusätzliche eigenständige Wohnung mit Wohn- und Schlafraum, Küche sowie Bad? Es gibt viele Gründe, um seinen Wohnraum mit einem Dachgeschossausbau zu vergrößern.

Der folgende Beitrag zeigt Ihnen die wichtigsten Punkte, die Sie beachten müssen, wenn Sie Ihr Dachgeschoss ausbauen wollen.

Baubehördliche Bestimmung

Wenn Sie den Ausbau ihres Dachgeschosses planen, sollten Sie sich vorab mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut machen. Denn eine Abklärung bei der zuständigen Baubehörde über die Zulässigkeit des Dachbodenausbaus ist unumgänglich. Die baubehördlichen Bestimmungen für einen Dachgeschossausbau sind in Österreich für jedes Bundesland unterschiedlich. Hierbei sind vor allem die Bestimmungen für Brandschutz, Wärmeschutz und Schallschutz zu beachten.

Ob es sich bei einem Dachbodenausbau um ein bewilligungspflichtiges Bauvorhaben handelt und somit eine baubehördliche Genehmigung erforderlich, oder eine Bauanzeige ausreichend ist, ist von den jeweiligen Bebauungsbestimmungen und landesspezifischen Bauordnungen abhängig.

Allgemein gilt, dass ein Bauvorhaben bewilligungspflichtig ist, wenn sich am äußeren Erscheinungsbild etwas ändert wie z.B. zusätzlicher Einbau von Dachflächenfenstern, Errichtung einer Gaube, Veränderung der Dachform und ähnliches.

Die baulichen Vorausetzungen

Für eine Umnutzung von Dachböden zu Wohnzwecken müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Essentiell für die Eignung zum Dachgeschossausbau ist die Grundfläche und Höhe des Dachbodens.

Steile Dächer eignen sich grundsätzlich besser für einen Dachbodenausbau als Flachdächer. Die Dachstuhlform ist dabei nicht relevant. Ob Pfetten-, Sparen oder Kehlbalkendach, sie alle eignen sich, um den Dachboden auszubauen. Jedoch sollte die Dachneigung mehr als 30 Grad entsprechen

Die Mindestraumhöhe von 2,40 m muss prinzipiell eingehalten werden, jedoch kann man bei Aufenthaltsräumen in Dachgeschossen die Mindestraumhöhe in besonderen Fällen auch unterschreiten.

Förderungen für den Dachbodenausbau

Für die Umnutzung von Dachböden zu Wohnzwecken gibt es von Städten und Bundesländern einige Förderungen. Informieren Sie sich vor dem Projektstart daher unbedingt zu diesem Thema bei den zuständigen Behörden.

Förderungen in Wien

Für Wien gibt es beispielsweise das Landesdarlehen. Dabei handelt es sich, um einen günstigen Kredit der Stadt Wien der für Umbauten vergeben wird. Auch von der sogenannten Thewosan – die thermisch-energetische Wohnhaussanierung  kann man Unterstützung bei einem Umbauvorhaben erhalten.

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Förderungen in Niederösterreich

Für Niederösterreich gibt es zum Beispiel die Wohnbauförderung Eigenheimsanierung. Dabei bekommt man einen 10%igen Direktzuschuss, plus 2%igen jährlichen Zuschuss zur Unterstützung der Rückzahlung eines Darlehens über 10 Jahre.

Bei der Wohnbauförderung Wohnungssanierung erhält man bei Auf- oder Einbau von Wohnungen in Dachböden als Nachverdichtung bis zu 30% der anerkannten Sanierungskosten rückerstattet.

Bauunternehmer

Bestandsaufnahme: Am besten vom Profi

Eine gründliche Bestandsaufnahme der Gebäudesubstanz ist das Wichtigste vor einem Umbauvorhaben. Dabei sind vor allem die Statik, sowie Brand- und Wärmeschutz wichtige Faktoren. Da nach dem Umbau mehr Gewicht zu tragen kommt, ist die statische Begutachtung essentiell und muss von einem professionellen Bauunternehmer durchgeführt werden.

Auch die Dacheindeckung muss vorab überprüft werden. Denn diese muss unbedingt wasserdicht und unbeschädigt sein. Ansonsten würde die Dämmung Wasser aufsaugen und die Dämmeigenschaften verlieren. Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und Beschädigungen des Dachstuhls können die Folge sein.

Isolierung & Energieeffizienz des Dachbodens

Gerade in der heutigen Zeit ist eine gute Wärmedämmung beim Dachbodenausbau unumgänglich. Sie sorgt dafür, dass der Dachboden nach dem Umbau ein angenehmes Raumklima erhält und, dass keine wertvollen Ressourcen verschwendet werden. Schließlich sollte der Dachboden im Sommer nicht zur Sauna werden und im Winter nicht unnötig viele Heizkosten verursachen.

Wichtige Grundlage: Die Dampfsperre / Dampfbremse

Die Grundlage für die benötigte Isolierung bietet die sogenannte OIB Richtlinie 6. Bei der verwendeten Wärmedämmung ist das A und O, dass diese vor Feuchtigkeit geschützt ist. Aus diesem Grund muss die Isolierung mittels Dampfsperre bzw. Dampfbremse geschützt werden. Auf die innenseitige der Dampfsperre muss besonderen Wert gelegt werden, da auch von Innen Feuchtigkeit durch Kondensation in der Dämmung anfallen kann, und somit Feuchteschäden und Schimmelbildung entstehen können.

Dämmung & Dämmstoffe

Auch die Dachdämmung ist ein ausschlaggebender Punkt, um ein energieeffizientes Resultat zu erreichen. Dabei lässt sich die Dachdämmung von Innen und Außen unterscheiden.

Dämmung von Innen ist beispielsweise die Zwischensparrendämmung. Bei einer Dämmung von außen handelt es sich um eine Aufsparrendämmung. Diese kommt jedoch nur bei einer Erneuerung der Dacheindeckung in Frage.

Für die Dämmung lassen sich verschiedene Dämmstoffe verwenden, die eine unterschiedliche Dämmstärke bei gleichbleibenden U-Wert aufweisen. Es muss ein Dämmstoff ausgewählt werden, der einen Kompromiss aus Kosten, Dämmwirkung und Nachhaltigkeit bildet, der den gesetzlichen und eigenen Anforderungen entspricht.

Der Einsatz der richtigen Baustoffe, als auch die Stärke bzw. Dicke dieser Baustoffe und nicht zuletzt der richtige Aufbau dieser muss Bestandteil einer guten Planung sein. Diese werden nach dem Stand der Technik und gültigen Normen bauphysikalisch genau berechnet.

Die Dachfenster

Die Baugesetzgebung regelt wie viele Fensterflächen die neuen Räume im Dachboden aufweisen müssen. Diese hängen mit der Nutzfläche zusammen.

Vorrausetzung ist, dass die Glasfläche mindestens 10% der Bodenfläche entspricht. Wichtig beim Fenstereinbau ist der Anschluss an die Dachdeckung, diese darf nicht undicht sein. Auch der sommerlichen Überhitzung sollte mit der Ausrichtung der Fenster und einer Verschattung entgegenwirkt werden.

Fußboden im Dachboden

Hier ist das wichtigste Stichwort: die Trittschalldämmung. Denn, um sich von der darunterliegenden Wohnung zu entkoppeln und damit nicht jeder Schritt zu hören ist, sollte man hohen Wert auf eine gute Trittschalldämmung legen.

Mineralwolle eignet sich hervorragend als Trittschalldämmung und sollte anstelle von Polystyrol (Styropor) bevorzugt werden. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den unterschiedlichen Möglichkeiten.

Dachbodenausbau sorgenfrei aus einer Hand

Dank unserer langjährigen Erfahrung mit dem Ausbau von Dachböden können wir Sie bereits in der frühen Planungsphase ideal unterstützen. Gerne übernehmen wir für Sie als Generalunternehmer in Wien und Niederösterreich sämtliche Planungsschritte und baubehördlichen Schritte  sowie die schlüsselfertige Umsetzung bis zum wohnfertigen Dachboden.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!